Makrochips Chopper - Main Carfreitag 2018

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Skeleton
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Re: Makrochips Chopper - Der Affe und der Holländer

Beitragvon Skeleton » 14.08.2017, 14:01

Der entschiedene Nachteil bei nem Stretch im Vergleich zu nem normalen Fahrrad ist die Tatsache, das man ausm Sitzen heraus nicht in die Pedal stehen kann, wenn ein Schlagloch/Randstein etc. kommt. Man bekommt durch die aufrechte Sitzposition halt alles auf die Bandscheiben ab. Ich denke deswegen haben sich gefederte Sättel und Ballonreifen in der Szene als Schönheitsideal auch manifestiert - die Teile sind dadurch um Einiges "fahrbarer"...


Also das nicht-in-die-Pedale-stehen-können sehe ich das keineswegs als Nachteil - würde bescheuert aussehen und ist wie erwähnt bei einem bequemen Sattel auch unnötig.
Und durchgesetzt haben sich die Sättel nicht nur wegen der Bequemlichkeit sondern einfach auch deshalb weil sie um Welten besser aussehen als so ne Hämorrhoiden-Feile die üblicher Weise auf 'nem Mountain- oder Crossbike montiert ist.

Mach falls es Dich interessiert beizeiten mal ein paar Bilder, da erkennt Du dann was ich meine bzw siehst es wie ich das gelöst hab...


Ja bitte, würde mich ebenfalls sehr interessieren...
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Makrochip
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Re: Makrochips Chopper - Der Affe und der Holländer

Beitragvon Makrochip » 14.08.2017, 18:11

Skeleton hat geschrieben:Also das nicht-in-die-Pedale-stehen-können sehe ich das keineswegs als Nachteil - würde bescheuert aussehen und ist wie erwähnt bei einem bequemen Sattel auch unnötig.


Du hast hier Etwas völlig falsch verstanden... hier gehts weder ums Aussehen noch um den Hintern der einem wehtut sondern die biomechanischen Vorteile die man hat, wenn man im Stehen fährt. Für einige kaum nachvollziehbar, aber es gibts auch TH-ler die in amtlichen Mittelgebirgen wohnen und keinen Bock haben an jeder kleineren Steigung absteigen zu müssen.
Ich weis ne Schaltung hilft... kommt auch noch ... aber ich bin Low Budget-Schrauber und ich hab so meine Preisvorstellung, die leider nicht dem Durchschnittspreis entspricht ;-)

Skeleton hat geschrieben:Und durchgesetzt haben sich die Sättel nicht nur wegen der Bequemlichkeit sondern einfach auch deshalb weil sie um Welten besser aussehen als so ne Hämorrhoiden-Feile die üblicher Weise auf 'nem Mountain- oder Crossbike montiert ist.


Jede Art von Fahrrad hat seine Berechtigung und die Ideale die jede Gattung an das "perfekte Rad" stellt sind sicher recht extrem und unterliegen einem stetigen Wandel. Ich hab in meinem Fuhrpark unterschiedlichste Fahrräder und lasse diese Dragan und Alder "mein Handy ist stärker als Dein Fax!"-Attitüde deswegen nicht zu.
Nur weil Du keinen Bezug zu Mountain Bikes hast musst Du hier trotzdem nicht rumflamen... Nur so nebenbei ich bin früher bis zu 30 tkm/Jahr auf solchen "Hämorrhoiden-Feilen" gefahren, komme also von der "dunklen" Seite der Macht. Fange ich hier deswegen an alles in den Dreck zu ziehen was nicht so ist wie ich es gern hätte... ich denke eher nicht!

Weil ich kein Unmensch bin, werde ich versuchen es Dir verständlich zu machen, warum die Sättel bei MTBs und Rennräder so aussehen wie sie es tun:

- Gewicht: RR und MTBs werden nicht nur auf der Ebene sondern auch Berge hinaufbewegt z. T. stundenlang, da zählt jedes kg das man weniger an Bord hat. Mein Favorit in Sachen MTB-Sattel der Selle Italia Flite Titanium bringt gerade mal 230 g auf die Waage, als Carbonversion (Flite Evolution Carbon) gerade mal 144 g, da kann kein Kernleder-Sattel mithalten.

- Handling: MTBs werden gerade in agil gefahrenen verschlungenen Trials meist im Stehen gefahren... gerade auf felsigem Untergrund wo es gern mal im 45°-Winkel nach unten geht, muss man blitzschnell mit dem Hintern über den Sattel rutschen bis man damit überm Hinterrad ist um den Schwerpunkt nach hinten zu verlagern... Son breiter Monstersattel würde dafür sorgen das Du nen erste Klasse Flug übern Lenker machen würdest, nicht so schön wenn man dann auf felsigen Untergrund aufschlägt.

- Biomechanik: Bei RR und MTBs werden deutlich höhere Tritfrequenzen als bei ner Tretharley gefahren, dadurch ist es wichtig einen möglichst runden Tritt zu haben. Ein bei jeder Bodenwelle sich veränderter Abstand zwischen Pedal und Sattel würde das immens erschweren und für vorzeitige Ermüdung und evtl sogar Gelenkschmerzen sorgen. Der runde Tritt und seine Vorteile ist übrigens auch der Grund warum die Biopace-Kettenblätter nach gut 5 Jahren von Shimano und Suntour wieder verworfen wurden, obwohl sie einige Vorteile boten...

- Optik: RR und MTBs sind filigrane Sportgeräte, ein Brecher wie der Lepper Primus würde aussehen wie ein daumengroßer Tintenkleks im ansonsten sauber geführten Schönschreibheft. Bei ner TH verliert sich aber so ein Sattel durch die Länge oder wie bei meinem Stretch durch Elemente wie das Easy-Rider-Gedächtnis-Geweih und dem Rahmen mit integriertem "Tank".
Stell mir mal ein amtliches MTB mit nem Ape Hanger vor oder nen Rennrad mit 3 Zoll breiten Reifen, dann verstehst Du sicher was ich meine...

Skeleton hat geschrieben:
Mach falls es Dich interessiert beizeiten mal ein paar Bilder, da erkennt Du dann was ich meine bzw siehst es wie ich das gelöst hab...


Ja bitte, würde mich ebenfalls sehr interessieren...


Da muss ich allerdings Skeletor recht geben. Mach doch nen Schritt für Schritt Anleitung mit Bilder darüber... ist bestimmt für einige Leute hier im Forum interessant...
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Re: Makrochips Chopper - Der Affe und der Holländer

Beitragvon Schrotty » 15.08.2017, 02:49

Da muss ich allerdings Skeletor recht geben. Mach doch nen Schritt für Schritt Anleitung mit Bilder darüber... ist bestimmt für einige Leute hier im Forum interessant...


Okay, wenn Ihr meint dass das von Interesse ist werd ich so mal tun (Werner-Slang)... Aber so fürchterlich spektakulär isset nicht... Werd ich morgen mal in Angriff nehmen, wenn es hilft bzw jemand das für sich selbst als gut bzw brauchbar erachtet mach ich das sogar sehr gerne bzw freut mich...

Ich kann mir einfach net verkneifen (I'm so sorry) aber Skeletor war glaub ich bei He-Man am Start, der Forenkollege schreibt sich mit "n" statt "r" am Ende (eins zwei drei vier >>klopf dreimal auf den Wohnzimmertisch und kontrollier nochmal ob der Backofen wirklich aus ist<<, -.: :wink: :twisted: )
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Re: Makrochips Chopper - Der Affe und der Holländer

Beitragvon Makrochip » 15.08.2017, 19:40

Schrotty hat geschrieben:Okay, wenn Ihr meint dass das von Interesse ist werd ich so mal tun (Werner-Slang)... Aber so fürchterlich spektakulär isset nicht... Werd ich morgen mal in Angriff nehmen, wenn es hilft bzw jemand das für sich selbst als gut bzw brauchbar erachtet mach ich das sogar sehr gerne bzw freut mich...


Auf jeden Fall! Am Besten lernt man von den Besten ;-)

Schrotty hat geschrieben:Ich kann mir einfach net verkneifen (I'm so sorry) aber Skeletor war glaub ich bei He-Man am Start, der Forenkollege schreibt sich mit "n" statt "r" am Ende (eins zwei drei vier >>klopf dreimal auf den Wohnzimmertisch und kontrollier nochmal ob der Backofen wirklich aus ist<<, -.: :wink: :twisted: )


Stimmt war ein Verschreiber, der den Bauchschlitten mit dem man sich todesmutig in eine Eisröhre wirft, mit dem Ziele der Schwer- und Fliehkraft zu Trotze am Ende lebending im Ziel anzukommen zu einem totenköpfigen Schurken macht, der die Eternians ständig versucht zu unterwerfen. ,,;.
Bin halt ein Kind und Megafan der 80er Jahre... meine Synapsen waren wohl etwas übermotiviert, was den Usernamen anbetraf...
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Re: Makrochips Chopper - Der Affe und der Holländer

Beitragvon Skeleton » 25.09.2017, 00:11

Okay, wenn Ihr meint dass das von Interesse ist werd ich so mal tun (Werner-Slang)... Aber so fürchterlich spektakulär isset nicht... Werd ich morgen mal in Angriff nehmen, wenn es hilft bzw jemand das für sich selbst als gut bzw brauchbar erachtet mach ich das sogar sehr gerne bzw freut mich...


Hallo Schrotty - bist du zufällig schon dazu gekommen die Bilder/Anleitung zu machen? Bin immer noch interessiert...
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Re: Makrochips Chopper - Main Carfreitag 2018

Beitragvon Makrochip » 30.03.2018, 20:24

Carfreitag 2018 - normalerweise geht man als autobegeisterter Mensch, der ich ja bin, eigentlich auf irgendein Autotreffen. Da aber die Qualität dieser Treffen über die Jahre ordentlich gelitten hat und sich auch niemand so recht finden lassen wollte, mit dem man irgendwo hinfahren kann, habe ich mich entschieden ein bisschen zu "trainieren".

Da ich Ende April für eine Woche mit der Chopper an die Nordsee fahre, nicht die schlechteste Idee. Nachdem ich gestern ein bissel recherchiert habe fand ich den Maintalradweg der von Miltenberg 42 km nach Aschaffenburg führt und auf der anderen Mainseite wieder zurück. Da ich zwar motiviert aber nicht grössenwahnsinnig bin, habe ich mich für eine kürzere Variante entschieden (etwas mehr als die Hälfte).
Der Wetterbericht war sehr positiv eigentlich... als ich kurz nach 1115 in Miltenberg startete war das Wetter allerdings sehr sparsam. Gerademal 8°C und einiges an Wind (zum Glück Rückenwind) ließen mich kräftig in die Pedale treten - so wirds auch warm.

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Getreu dem Motto "Reisen statt Rasen!" hielt ich immer mal wieder an um Bilder zu machen und die Landschaft des Maintals zu geniessen. Hier sieht man das Kloster Engelberg

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Kann man langsam als Trend bezeichnen: "Hollywood-Sign-a-like" Schriftzüge in Weinbergen:

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kleine Pause am Main - der Frühling ist auch hier entgültig angekommen

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Bevor ich den Rückweg in Angriff nahm, wollte ich noch würdig das Bergfest feiern. Und da wie auf den Bildern zu sehen, die Sonne mittlerweile draussen war und die Temperaturen mit 16° sehr angenehm waren, steuerte ich die erste Eisdiele mit Aussensitzplätzen an:

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Einen Bountybecher und ein kleines Wasser und der Makrochip war wieder ausreichend hergestellt um wieder zurück nach Miltenberg zu fahren.

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Bei der Aufnahme dieses Abschlussphotos (von hier aus sind es noch 5 km bis nach Miltenberg) fiel mir das Schild auf der linken Seite auf...

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Gleich mal hingelaufen und dokumentiert. Das Schild ist noch handgemalt also bestimmt 70-80 Jahre alt - faszinierend was man so alles am Wegesrand findet...

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Mit schmerzenden Gesäßknochen und Oberschenkeln bin ich um 15 Uhr wieder am Ausgangspunkt in Miltenberg angekommen.

Die Nettofahrzeit war 3 Stunden und 4 min bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,91 km/h - nicht schlecht für die erste Tour des Jahres und die Tatsache das ein Rad mit über 22 kg ohne Schaltung zum Einsatz kam.

Definitv braucht die Chopper bis zum Urlaub noch eine Nabenschaltung. Ich hatte auf der Tour ein paar Schiebepassagen (meist an Brücken). Das Höhenprofil am Main ist gut vergleichbar mit dem was mich an der Nordsee erwartet, allerdings sind dort oben deutlich höhere Windgeschwindigkeiten zu erwarten. Auch muss ich meine Kondition ausbauen, wenn ich nicht am zweiten Tag meines Urlaubs von einem Muskel-Tiger "gelähmt" werden will.

Es bleibt spannend - bis demnächst auf diesem Sender ;-)


Das hier ist nur ein Auszug aus meinem Blog. Wer sich den ganzen Wahnsinn geben will, klickt hier
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