Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

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Indy
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Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon Indy » 10.11.2017, 15:38

Hallo,

ich möchte mir gerne mein Huka ATD flott machen. Da das Dreirad ein paar Jahre unbenutzt unter einer regenfesten Hülle draußen stand, muss ich, um es benutzen zu können, die verrosteten Schrauben austauschen sowie ein paar kleine Roststellen und Lackschäden beseitigen. Außerdem benötigt es neue Reifen. Um ordentlich arbeiten zu können, würde ich gern einige Teile demontieren - insbesondere am hinteren Teil des Rades den Triangel-Gepäckträger, die Halterungen für die Schutzbleche und die kompletten Hinterräder.

Aber genau daran scheitert mein Vorhaben:

Ich bekomme die hinteren Räder nicht von der Achse gelöst! Und bevor ich sie nicht entfernt habe, gelange ich nicht an die Muttern, um Gepäckträger und Schutzblechhalterung zu lösen ... ich komme also überhaupt nicht weiter. .:.,

Zuerst habe ich es damit versucht, die Inbus-Schraube im Zentrum des Rades zu lösen - dies hatte jedoch gar keinen Effekt. Inzwischen habe ich den Kunststoff-Kettenkasten entfernt, die Achse mit dem Differentialgetriebe freigelegt und die vier langen Schrauben, die sich darunter befanden, entfernt. Jemand schrieb mir, dass sich so die (zweigeteilte) Achse auseinanderschieben ließe. Sie bewegt sich aber keinen Millimeter. Irgendwas sitzt da bombenfest. Rost ist an den beschriebenen Stellen übrigens keiner zu sehen, und es ist auch alles gut gefettet.

Kennt sich einer von euch mit diesem Fahrradmodell aus - und kann mir einen Tipp geben, an welcher Stelle noch etwas abgeschraubt werden muss (oder vielleicht einfach nur klemmt)?

Hoffnungsvolle Grüße,

Indy

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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon IPimpYourFahrrad » 10.11.2017, 19:14

Hallo und Willkommen im Forum.
Hast du schon mal beim Hersteller nachgefragt? https://www.huka.nl/de/kontakt/
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon Indy » 10.11.2017, 19:46

Ja, sicher. Und bei Huka Deutschland auch.

Leider waren die Antworten weder besonders kooperativ noch hilfreich.

Inzwischen habe ich echt schon "Jan und Jupp" angeschrieben ... und dauernd werde ich an den Hersteller oder damit zusammenarbeitende Fahrradläden verwiesen. Ich habe leider das Problem, dass der nächste Fahrradmechaniker im Nachbarort ist, wo ich ohne Auto nicht hinkomme. Auto leihen geht auch nur im Nachbarort - also mit dem Bus hin, Lieferwagen leihen, wieder zurück, Fahrrad einpacken, wieder in den Nachbarort zum Fahrradladen und so weiter. Wenn jemand genügend Geld und Kraft hat, ist es wahrscheinlich kein Problem, nur habe ich von beidem wenig.

Und es wäre halt auch ärgerlich, vielleicht nur wegen einer Schraube solch einen Aufwand zu starten. Wenn ich diese Sch** Räder losbekomme, komme ich ja erstmal selbst weiter mit meinen Arbeiten.
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon IPimpYourFahrrad » 10.11.2017, 20:07

Dann bitte hier mal ein paar Detailbilder der Naben hochladen, im www finden sich nur undeutlich Bilder!
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon Indy » 11.11.2017, 13:57

So - frisch geschossen:

DSCI0079.JPG

Hinterrad und Rahmen: Das schwarze Gestänge ist die Halterung fürs Schutzblech, das türkise rechts im Bild die Gepäckablage. Beides lässt sich nur abschrauben, wenn das Hinterrad demontiert ist, da die Muttern durchdrehen und sich ohne Gegenzug nicht lösen lassen.


DSCI0084.JPG

DSCI0090.JPG

DSCI0081.JPG

DSCI0082.JPG

DSCI0088.JPG

Detailfotos Radnabe: Das Lösen der Inbusschraube zeigte keinen Effekt.


DSCI0085.JPG

DSCI0086.JPG

DSCI0087.JPG

Freigelegte Achse mit Differentialgetriebe: Nach Entfernen der Schrauben sollte sich angeblich die Achse auseinanderschieben lassen - was aber nicht der Fall ist.
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon IPimpYourFahrrad » 11.11.2017, 14:30

Danke für die Bilder. Soweit ist alles richtig, was wohl noch fehlt ist von außen ent was Kriechöl: WD40, Brunox, Balistol, Caramba, ect. und etwas druck von innen nahe der Nabe gegen die Speichen. Einen Abzieher wird es dafür nicht geben/brauchen.
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon n@k€d » 12.11.2017, 14:09

Hm kann jetzt sein das ich völlig falsch liege ;;. aber das, siehe Pfeil (Bild) sieht aus wie ne Madenschraube. Drehe die mal raus.

Bild

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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon Indy » 12.11.2017, 15:34

Hab ich schon probiert.

Ich weiß nicht, WELCHE Funktion sie hat - es ist jedenfalls keine "tragende" Schraube, die irgendwas festhält. Dazu wäre sie auch zu klein. Ich als Laie würde vermuten, sie geht zu einer Art Kugellager (?), denn es kam Graphitpulver (?) aus dem Loch.

Morgen werde ich erstmal vorsichtig die aufgeschraubten Verbindungen beklopfen, vielleicht tut sich dabei was.

Ich werde auf jeden Fall berichten.
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon IPimpYourFahrrad » 12.11.2017, 15:35

Ja, die Fixiert schon ein wenig aber sicher nicht nur alleine.
Du hast da eine Passung mit Keil der die Drehkraft überträgt, wenn das Jahre lan nie gelöst war hat such das festgegammelt. Darum das Kriechöl, und dann wie von mir beschrieben.
Beim Zusammenbau ziehst du die Inbusschraube als letztes wieder fest.
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Roststellen

Beitragvon Indy » 12.11.2017, 15:41

Mir fallen gerade die Roststellen auf dem Foto ins Auge:

Wie behandle ich die am besten? Entfernen kann ich sie sicher mit Rostlöser und Polierpaste - aber was mache ich danach zum Schutz? Den Rahmen kann ich lackieren, aber wie behandle ich die blanken Metallteile richtig?
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon IPimpYourFahrrad » 12.11.2017, 15:49

Dafür gibt es Chromversiegelung oder Sprühwachs ist günstiger.
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon monty » 12.11.2017, 17:54

Indy hat geschrieben:Hab ich schon probiert.

Ich weiß nicht, WELCHE Funktion sie hat - es ist jedenfalls keine "tragende" Schraube, die irgendwas festhält. Dazu wäre sie auch zu klein. Ich als Laie würde vermuten, sie geht zu einer Art Kugellager (?), denn es kam Graphitpulver (?) aus dem Loch.

Morgen werde ich erstmal vorsichtig die aufgeschraubten Verbindungen beklopfen, vielleicht tut sich dabei was.

Ich werde auf jeden Fall berichten.

Hi, also an meinen 20" Nijland -Trikes waren es noch kleinere Madenschrauben.
Hatte das selbe Problem wie Du.
Gelöst, wie der Dave es schon gesagt hat, ordentlich öl, und dann sachte mit´m Gummihammer auf die Felge......bei Dir aber nicht so gut.....Ich hab da Gussfelgen drauf.Würd nicht auf die Speichen kloppen :roll:
Eine hat sich extremst gewehrt, hab dann 2 Holzkeile zwischen Felge und Achse getrieben.....das hat geklappt, eventuell als Tip.(aber OHNE Gewähr)Aber erstmal ordentlich Rostlöser/Öl druff......die Madenschraube auch raus.....

Vielleicht würde ich noch guggen.....event. nen Abzieher zu basteln.....Schraubzwinge anbringen ;;.

Edit: die Mini Maden Schraube
Dateianhänge

k-P1080009.JPG
MfG Monty

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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon Indy » 13.11.2017, 15:18

Jepp - ich hab's geschafft!!!

Dank eurer Hilfe .;. ... und der von meiner Großtante Else (posthum):

Die Ritze zwischen Rahmen und Nabe war zunächst so schmal, dass lediglich Großtantchens altes Schmiermesser in die Lücke passte. Irgendwie auch deshalb ideal, weil der Holzgriff bis über die Felgen hinausreichte - so gab es keine Macken und die Kraft ließ sich gut übertragen. Nach etwa 10 Min. klopfen mit dem Hammer passte schon ein Pfannenwender dazwischen. So hab ich mich langsam weiter vorgearbeitet bis zum Meißel. Irgendwann ging es ganz leicht und das Rad war ab. Und alles ohne Beschädigungen!!!

Die Schutzblechhalterungen und den Gepäckträger habe ich auch schon abmontiert - kein Problem, da ich jetzt an die Muttern herankam.

Als nächstes geht es ans Ausbessern und Lackieren - auch hier würde ich gern von euren Erfahrungen profitieren:

Das Türkis gefällt mir recht gut und sollte bleiben. Auch, weil ich das Dreirad gern im Biker- /Westernstil aufmotzen möchte. Alte Motorradtaschen mit Fransen habe ich bereits ergattert und bin sie am Aufarbeiten. Sattel und Lenkergriffe will ich aus Lederresten selbst beziehen. Harley-Spiegel und -Lenker habe ich mir auch an Land gezogen. Und Weißwandreifen.

Aber zunächst zum Lackieren:

Ich möchte es mir eigentlich ersparen, das Bike komplett auseinander zu bauen. (Hab Sorge, ich bekomme es nicht mehr zusammen.) Der Lack an sich ist in keinem schlechten Zustand; es gibt lediglich ein paar kleine Roststellen und Abblätterungen. Leider hat HUKA auf meine Frage nach der Originalfarbe nicht reagiert. Ich weiß also nicht, ob es z.B. RAL 5018 ist, oder irgendwas firmen-eigenes (das ich dann wahrscheinlich nicht mehr bekomme). Und Ausbessern in einer Farbe, die nicht dem Originalton entspricht, sieht sicher ziermlich besch**en aus. Außerdem ist der Rahmen vorne blau und hinten türkis (siehe Fotos). Ob mir das gefällt, weiß ich noch nicht so recht.

Also doch komplett neu lackieren? Und wenn ja: Sprühen - oder (bitte jetzt nicht mit irgendwas nach mir werfen...) streichen?? Klar fände ich einen professionell umlackierten Rahmen toll. Aber ich muss auch bei dem bleiben, was meinen Möglichkeiten (handwerklich und finanziell) entspricht. Und wenn ich es ganz auseinander baue - schafft es die Fahrradwerkstatt am Ende, daraus wieder ein Fahrrad zusammenzubauen? Kann ich ihm dann all die Einzelteile bringen?

32296786.jpg

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32296647.jpg
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Re: Huka ATD Dreirad - brauche Hilfe beim Demontieren

Beitragvon monty » 13.11.2017, 17:16

Oma's Schmiermesser und Pfannenwender :) :)

Siehste, geht doch.....


Also, eigentlich haste doch schon das meiste abgebaut.....dann kannste den Rest auch noch abbauen.
Was, Deiner Meinung nach bereitet Dir denn Sorge,
dass du es nicht mehr zusammen bekommst?

Und ich persönlich würde nicht Streichen....bevorzuge da dann lieber ne Dose.
Ausbessern rate ich Dir von ab,auch wenn Du die richtige Farbe hast/bekommen solltest.Dann lieber einmal komplett neu.

Weiss auch nicht ob Türkis zum Thema Western passt....zumindest ich kann's mir nicht vorstellen.
Welche Farbe hat/haben denn Deine Ledertaschen....Griffe....?
MfG Monty

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Re: Roststellen

Beitragvon monty » 13.11.2017, 17:20

Indy hat geschrieben:Mir fallen gerade die Roststellen auf dem Foto ins Auge:

Wie behandle ich die am besten? Entfernen kann ich sie sicher mit Rostlöser und Polierpaste - aber was mache ich danach zum Schutz? Den Rahmen kann ich lackieren, aber wie behandle ich die blanken Metallteile richtig?


Ich benutzt immer Autosol Chrompolitur, reinigt und versiegelt auch....aber is auch nicht für die Ewigkeit.... muss/sollte man in regelmäßigen Abständen wiederholen.

Aber hier hat bestimmt jeder sein Mittel, worauf er schwört....ich benutzt halt gern das oben genannte.
MfG Monty


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